Konzept meines Gitarrenunterrichts:

Bereits Kinder im Vorschulalter können bei mir Gitarrenunterricht nehmen und sind herzlich willkommen! Falls noch keine Gitarre vorhanden ist, kann eine Kindergitarre gerne auch bei mir ausgeliehen werden. Schauen Sie einfach auf eine Schnupperstunde vorbei!

Mein Unterrichtskonzept ist die Muttersprachen -methode: So wie Kinder beim Erlernen ihrer Muttersprache zuerst sprechen lernen und dann erst lesen, so lernen sie hier auch die ersten Anfänge bei der Gitarre zunächst durch Hören, Beobachten und Nachahmen sowie durch meine geduldige Anleitung und Korrektur.

Ist eine gewisse Sicherheit in Haltung und Anschlag erreicht, beginnen wir mit dem Noten lesen und verwenden dabei unser Unterrichtsbuch, das besonders für den frühinstrumentalen Gitarrenunterricht konzipiert wurde. Dieses Unterrichtsbuch enthält in der Regel auch eine studienbegleitende Audio-CD, die den Kindern im Kopf eine gute Klang-Vorstellung von den zu erarbeitenden Stücken liefert und ihnen so das Üben zu Hause wesentlich erleichtert. Gleichzeitig werden Rhythmus- und Melodiegefühl, Gedächtnis und Gehör auf spielerische Weise geschult.

Ihr Kind lernt Melodien zu zupfen und Lieder in Akkorden zu begleiten, so dass es auch bei geselligen Anlässen, Kindergeburtstagen oder Partys die Gitarre als ständigen Begleiter dabei haben und einsetzen kann. Je nach Neigung und Interesse des Kindes werde ich die ein oder andere Spielart als Schwerpunkt setzen. Mein eigener Schwerpunkt liegt im Spiel der Klassischen Gitarre.

Normalerweise hat jedes Kind bei mir von Anfang an seinen individuellen Einzelunterricht. Dies hat den Vorteil, dass ich individuell auf jedes Kind und Instrument in optimaler Weise eingehen kann und jedes Kind sein Lerntempo selbst bestimmen kann. Grundsätzlich enthält jede Einzelstunde die folgenden Elemente: Arbeit am Aktuellen, Wiederholung von schon Gelerntem, und das Ansprechen zukünftiger Dinge. Des Weiteren lenke ich die Aufmerksamkeit des Kindes meist nur auf jeweils einen Punkt. Denn oft ist ein Kind überfordert, wenn es beim Spiel auf mehr als eine Sache achten soll. Die beim Musizieren wichtige Fähigkeit des Hörens und Zusammenspiels trainieren wir im Einzelunterricht ebenfalls, zum Beispiel wenn ich im Unterricht mit meinem Instrument mitspiele. Nach terminlichen Absprachen lassen sich außerdem auch gerne zusätzliche freiwillige Gruppenstunden zusammen mit meinen anderen Musikschülern arrangieren, in denen wir etwas gemeinsam erarbeiten.

Wichtig für Motivation und Erfolg beim Erlernen eines jeden Instrumentes, also auch bei der Gitarre, ist besonders für die Kleinen die aktive Mitarbeit eines Elternteils, der beim Unterricht anwesend ist und die Kinder zu Hause beim täglichen Üben liebevoll unterstützt, ermutigt und betreut.

Mein Anliegen ist es, das Talent eines jeden Kindes zu entwickeln. Denn im Grunde ist jedes Kind musikalisch und hat Freude am Musizieren. Es soll mit seinem Instrument zusammenwachsen, so dass es ein Teil von ihm wird, den es nicht mehr missen möchte.

Dies bedeutet aber, dass Lehrer und Eltern die Bedürfnisse des Kindes respektieren müssen. Jedes Kind bestimmt sein Lerntempo so, wie es dies auch tat, als es Gehen und Sprechen lernte. Das Lerntempo eines jeden Kindes zu respektieren bedeutet, mit dem Kind erst dann den nächsten Schritt zu tun, wenn es den vorhergehenden vollkommen, seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend, beherrscht. Nicht Leistungsstress wie: „üben, üben, üben“, sondern Geduld und Lob sind dabei wichtig, um das Kind zu ermutigen, „eine Sache wieder und wieder zu versuchen“, um das Üben hier einmal in andere Worte zu fassen. Bei jedem einzelnen kleinen Fortschritt soll man daher bei seinem Kind mit Lob nicht sparen. Das bringt dem Kind die für das Erlernen eines Instrumentes so wichtige Motivation und Disziplin. Wenn ein Kind allerdings müde oder „schlecht drauf“ ist, soll man es nicht drängen, denn das würde nur Disstress bringen und also kontraproduktiv sein.

Dies sind Grundsätze der Suzuki-Methode, die ich mir für meinen Instrumentalunterricht zu eigen gemacht habe. Suzuki war Geigenlehrer für Kinder in Japan und seine inzwischen internationale pädagogische Methode lässt sich im Grunde beim Erlernen eines jeden Instrumentes anwenden.

Suzukis pädagogisches Anliegen war es, den Instrumentalunterricht nicht nur als einen musikalischen Bildungsweg zu verstehen, sondern außerdem und in erster Linie durch die Musik einen Beitrag zu leisten, Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

 

Wesentliche Grundsätze für den Unterricht und die Anleitung beim Üben daheim:

1. Unser Unterrichtsbuch für Gitarre enthält in der Regel eine studienbegleitende CD. Das jeweilige Stück darauf, das wir im Unterricht gerade einstudieren, sollte jeden Tag daheim angehört werden. Dies entwickelt die musikalische Empfindsamkeit der Kinder im Hinblick auf das jeweilige Stück. Schneller Fortschritt hängt von diesem Zuhören ab.

2. Das Hervorbringen eines schönen Tones und schön klingender Akkorde sollte im Unterricht und daheim besonders betont werden.

3. Es sollte erst zu einem neuen Stück übergegangen werden, wenn die Schülerin/der Schüler das gegenwärtige Stück seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend auch wirklich beherrscht.

4. Wenn die Schülerin/des Schüler ein Stück A zufriedenstellend spielen kann und ein neues Stück B zu spielen bekommt, so soll A nicht fallen gelassen, sondern beide Stücke A und B zur gleichen Zeit geübt werden. Die ständige Wiederaufnahme schon bekannter Stücke, während neue Stücke hinzukommen, wird die musikalische Fähigkeit des Kindes in höherem Maße entwickeln.

5. Die Dauer der Unterrichtsstunde sollte je nach Alter der Schülerin/des Schülers seiner Konzentrationsfähigkeit angepasst sein.

6. Eltern und Lehrer sollten bestrebt sein, die Schülerin/den Schüler zu motivieren, so dass sie/er mit Freude daheim richtig übt. Da die Konzentrationsfähigkeit von kleinen Kindern noch begrenzt ist, kann das tägliche Üben auf mehrere kleine Zeitabschnitte (ca. 10 bis 15 Min.) verteilt werden.

7. Jeden Tag ca. 20 bis 30 Minuten (Minimum!) üben ist effektiver als einige Tage oder gar die ganze Woche nicht zu üben, und danach dafür vielleicht eine Stunde. Kleinere Häppchen, dafür regelmäßig, bringen den besseren Erfolg.

 

Interessante Texte und Links:

Meisterwerkstatt für Klassischen Gitarrenbau in Göttingen

Sharon Isbin - Gitarristin
"One of the best guitarists in the world." Boston Globe

DIE SUZUKI - METHODE - Eine Philosophie der Lebenserziehung
von Evelyn Hermann (PDF*, 1.828 KB) zum freien Download/Violin u. Suzuki-Studio Tübingen

Die musikalische Erziehungsmethode Shinichi Suzukis und die moderne Gehirnforschung
von Peter Heitkämper

"Nurtured by Love: The Classical Approach to Talent Education!"
von Shinichi Suzuki

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