Konzept meines
Gitarrenunterrichts:
Bereits
Kinder im Alter von 5-6 Jahren können mit dem Gitarrenunterricht
beginnen.
Der frühinstrumentale Gitarrenunterricht bei mir ist qualifiziert
und kindgerecht zugleich. Notenkenntnis ist zunächst
noch k e i n e Voraussetzung für Kinder, die bei
mir Unterricht haben möchten!
So
wie Kinder beim Erlernen ihrer Muttersprache zuerst sprechen lernen und
dann erst lesen, so lernen sie bei mir die ersten Anfänge eines Instrumentes
zunächst durch Hören, Beobachten und Nachahmen sowie durch meine
geduldige Anleitung und Korrektur. Ist eine gewisse Sicherheit in Haltung und Anschlag erreicht, verwenden wir bald schon die didaktisch sehr gut aufgebauten Unterrichtsbücher, die auch und besonders für den frühinstrumentalen Gitarrenunterricht konzipiert wurden.
Ich unterrichte sowohl klassische Gitarre, als auch Liedbegleitung und Schlaggitarre. Ihr Kind lernt Melodien
zu zupfen und Lieder in Akkorden zu begleiten, so
dass es auch bei geselligen Anlässen, Kindergeburtstagen oder Partys
die Gitarre als ständigen Begleiter dabei haben und einsetzen
kann. Je nach Neigung und Interesse des Kindes werde ich dann die
ein oder andere Spielart als Schwerpunkt setzen. Mein eigener Schwerpunkt liegt im Klassischen Bereich.
Ich unterrichte nach der AMA-Gitarrenschule für Kinder von Ingo Brzoska die Grundlagen der Gitarre, Melodie- und Anschlagtechniken wie Daumenanschlag und Apoyando, sowie Melodiebegleitung
im Tirando, Anschlagtechniken, die dann später
in der klassischen Gitarre weiter eingesetzt werden können. Als zusätzliche Schmankerl bekommen die Gitarrenkinder bei mir natürlich auch die Stücke aus der Suzuki-Literatur (Suzuki-Guitar-School) zu spielen, sobald sie beim Apoyando-Anschlag angelangt sind.
Zunächst beginnen wir das Melodiespiel aber mit dem Daumenanschlag, was den Vorteil hat, dass dadurch eine sehr gute, kontrollierte Arm- und Handhaltung erreicht werden kann. Außerdem kann der Daumenanschlag auch bereits von kleineren Kindern sicher ausgeführt werden, wodurch von Anfang an eine gute Tonqualität erreicht und eine gute Tonvorstellung auch für zukünftige Stücke gefördert wird.
Die Unterrichtsbücher, nach denen ich vorgehe, enthalten je eine studienbegleitende Audio-CD, die den Kindern das Üben
daheim wesentlich erleichtert und ihnen im Kopf eine gute Klang-Vorstellung von den zu erarbeitenden Stücken liefert. Gleichzeitig werden Rhythmus- und Melodiegefühl, Gedächtnis und Gehör auf spielerische Weise geschult.
Normalerweise hat jedes Kind bei mir von Anfang an seinen individuellen Einzelunterricht. Dies hat den Vorteil, dass ich individuell auf jedes Kind und Instrument in optimaler Weise eingehen kann und jedes Kind sein Lerntempo selbst bestimmen kann. Grundsätzlich enthält jede Einzelstunde die folgenden Elemente: Arbeit am Aktuellen, Wiederholung von schon Gelerntem, und das Ansprechen zukünftiger Dinge. Des Weiteren lenke ich die Aufmerksamkeit des Kindes meist nur auf jeweils einen Punkt. Denn oft ist ein Kind überfordert, wenn es beim Spiel auf mehr als eine Sache achten soll. Die beim Musizieren wichtige Fähigkeit des Hörens und Zusammenspiels trainieren wir im Einzelunterricht ebenfalls, zum Beispiel wenn ich im Unterricht mit meinem Instrument mitspiele. Nach terminlichen Absprachen lassen sich außerdem auch gerne zusätzliche freiwillige Gruppenstunden zusammen mit meinen anderen Musikschülern arrangieren, in denen wir etwas gemeinsam erarbeiten.
Wichtig für Motivation und Erfolg beim Erlernen eines jeden Instrumentes, also auch bei der Gitarre, ist besonders für die Kleinen die aktive Mitarbeit eines Elternteils, der beim Unterricht anwesend ist und die Kinder zu Hause beim täglichen Üben liebevoll unterstützt, ermutigt und betreut.
Mein Anliegen ist es, das Talent eines jeden Kindes zu entwickeln. Denn im Grunde ist jedes Kind musikalisch und hat Freude am Musizieren. Es soll mit seinem Instrument zusammenwachsen, so dass es ein Teil von ihm wird, den es nicht mehr missen möchte.
Dies bedeutet aber, dass Lehrer und Eltern die Bedürfnisse des Kindes respektieren müssen. Jedes Kind bestimmt sein Lerntempo so, wie es dies auch tat, als es Gehen und Sprechen lernte. Das Lerntempo eines jeden Kindes zu respektieren bedeutet, mit dem Kind erst dann den nächsten Schritt zu tun, wenn es den vorhergehenden vollkommen, seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend, beherrscht. Nicht Leistungsstress wie: „üben, üben, üben“, sondern Geduld und Lob sind dabei wichtig, um das Kind zu ermutigen, „eine Sache wieder und wieder zu versuchen“, um das Üben hier einmal in andere Worte zu fassen. Bei jedem einzelnen kleinen Fortschritt soll man daher bei seinem Kind mit Lob nicht sparen. Das bringt dem Kind die für das Erlernen eines Instrumentes so wichtige Motivation und Disziplin. Wenn ein Kind allerdings müde oder „schlecht drauf“ ist, soll man es nicht drängen, denn das würde nur Disstress bringen und also kontraproduktiv sein.
Dies sind Grundsätze der Suzuki-Methode,
die ich mir für
meinen Instrumentalunterricht zu eigen gemacht habe. Suzuki war
Geigenlehrer für Kinder in Japan und seine inzwischen internationale
pädagogische
Methode lässt sich im Grunde beim Erlernen eines jeden Instrumentes
anwenden.
Suzukis pädagogisches
Anliegen war es, den Instrumentalunterricht nicht nur als einen
musikalischen Bildungsweg zu verstehen, sondern außerdem und in
erster Linie durch die Musik einen Beitrag zu leisten, Kinder in
ihrer ganzen Persönlichkeitsentwicklung
zu fördern.
Wesentliche Grundsätze
für den Unterricht und die Anleitung beim Üben daheim:
1. Unser Unterrichtsbuch für Gitarre enthält in der Regel eine studienbegleitende CD. Das jeweilige Stück darauf, das wir im Unterricht gerade einstudieren, sollte jeden Tag daheim angehört werden. Dies entwickelt die musikalische Empfindsamkeit der Kinder im Hinblick auf das jeweilige Stück. Schneller Fortschritt hängt von diesem Zuhören ab.
2. Das Hervorbringen eines schönen Tones und schön klingender Akkorde sollte im Unterricht und daheim besonders betont werden.
3. Es sollte erst zu einem neuen Stück übergegangen werden, wenn die Schülerin/der Schüler das gegenwärtige Stück seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend auch wirklich beherrscht.
4. Wenn die Schülerin/des Schüler ein Stück A zufriedenstellend spielen kann und ein neues Stück B zu spielen bekommt, so soll A nicht fallen gelassen, sondern beide Stücke A und B zur gleichen Zeit geübt werden. Die ständige Wiederaufnahme schon bekannter Stücke, während neue Stücke hinzukommen, wird die musikalische Fähigkeit des Kindes in höherem Maße entwickeln.
5. Die Dauer der Unterrichtsstunde
sollte je nach Alter der Schülerin/des Schülers seiner Konzentrationsfähigkeit
angepasst sein.
6. Eltern und Lehrer sollten
bestrebt sein, die Schülerin/den Schüler zu motivieren, so dass
sie/er mit Freude daheim richtig übt. Da die Konzentrationsfähigkeit von kleinen Kindern noch begrenzt ist, kann das tägliche Üben auf mehrere kleine Zeitabschnitte (ca. 10 bis 15 Min.) verteilt werden.
7. Jeden Tag ca. 20 bis 30 Minuten (Minimum!) üben
ist effektiver als einige Tage oder gar die ganze Woche nicht zu üben, und danach dafür
vielleicht eine Stunde. Kleinere Häppchen, dafür regelmäßig, bringen den besseren Erfolg.
Interessante Texte und Links:
Meisterwerkstatt
für Klassischen Gitarrenbau Joachim Schneider & Söhne
Remi
Boucher - Gitarrist
hier kann man einen Videoclip mit
seinem Aranjuez Concerto sehen
Sharon Isbin - Gitarristin
"One of the best guitarists in the world." Boston Globe
LOGO-NOTE Noten lernen als Kartenspiel
(für Kinder ab 4)
DIE SUZUKI - METHODE - Eine Philosophie der Lebenserziehung
von Evelyn Hermann (PDF*, 1.828 KB) zum freien Download/Violin u. Suzuki-Studio Tübingen
Die musikalische Erziehungsmethode Shinichi Suzukis und die moderne Gehirnforschung
von Peter Heitkämper
"Nurtured
by Love: The Classical Approach to Talent Education!"
von Shinichi Suzuki
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