Konzept meines Klavierunterrichts:

Bereits junge Kinder im Vorschulalter können bei mir mit dem Klavierunterricht beginnen und sind herzlich willkommen! Der frühinstrumentale Unterricht bei mir ist qualifiziert und macht Spaß! Er vermittelt Freude an der Musik!

Als Unterrichtswerk verwende ich die New International Edition der Suzuki-Klavierschule mit CD in Kombination mit der "Little Amadeus Klavierschule" von Hans-Günter Heumann, deren ersten Band ich hauptsächlich zum Noten lernen und für die Vermittlung von Musiktheorie einsetze.

Sehr schön und empfehlenswert ist studienbegleitend auch seine Komponistenserie, die den Kindern wunderbare Einblicke in die Welt der Klassik gewährt.

Der Klavierunterricht findet in der Regel als Einzelunterricht statt. Ich versuche auf jedes Kind individuell einzugehen, und es kann sein Lerntempo selbst bestimmen. Wichtig ist mir dabei, dass es Freude am Klavierspiel und am Musik-machen entwickelt. Eine Klavierstunde enthält die folgenden Elemente: Arbeit am Aktuellen, Wiederholung von schon Gelerntem, und das Ansprechen künftiger Dinge. Die Aufmerksamkeit lenke ich dabei meist nur auf jeweils einen Punkt. Denn oft ist ein Kind überfordert, wenn es beim Spiel auf mehr als eine Sache achten soll.

Wenn ein Kind schon etwas fortgeschritten ist, lassen sich gerne zusätzliche freiwillige Gruppenstunden zusammen mit meinen Geigenschülern arrangieren. Die Klavierschüler erleben auf diese Art die Freude des gemeinsamen Musizierens mit Klavier und Geige als Kammermusik.

Wichtig für Motivation und Erfolg beim Erlernen eines jeden Instrumentes, also auch beim Klavier, ist besonders für die Kleinen die aktive Mitarbeit eines Elternteils, der beim Unterricht anwesend ist und die Kinder zu Hause beim täglichen Üben liebevoll unterstützt, ermutigt und betreut. Das nötige Rüstzeug dafür bekommen die Eltern von mir im Unterricht mit, denn sie sind genauso wie die Kinder gefordert im Zuhören und Zusehen, und im Erlernen der nötigen Grundlagen, um die Kinder zu Hause auch gut unterstützen zu können. Nur eine möglichst stressfreie und motivationsfördernde Zusammenarbeit bringt den gewünschten Erfolg und wird das musikalische Talent des Kindes am Klavier weiterentwickeln.

Mein Anliegen ist es, das Talent eines jeden Kindes zu entwickeln. Denn im Grunde ist jedes Kind musikalisch und hat Freude am Musizieren. Das Kind soll mit seinem Instrument zusammenwachsen, so dass es ein Teil von ihm wird, den es nicht mehr missen möchte. Es kann zu vielen Gelegenheiten, die sich ihm bieten, erste Stücke vortragen: ob an Weihnachten, zu Geburtstagen, öffentlich oder im Familienkreis, wichtig ist immer, dass es mit Freude dabei ist.

Damit dies von Anbeginn des Klavierunterrichts gewährleistet wird, müssen Lehrer und Eltern die Bedürfnisse des Kindes respektieren. Dies bedeutet, dass jedes Kind sein Lerntempo selbst bestimmt, so wie es dies auch tat, als es Gehen und Sprechen lernte. Das Lerntempo eines jeden Kindes zu respektieren bedeutet, mit dem Kind erst dann den nächsten Schritt zu tun, wenn es den vorhergehenden vollkommen, seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend, beherrscht. Geduld und Lob sind dabei wichtig, um das Kind zu ermutigen, „eine Sache wieder und wieder zu versuchen, zu verbessern, zu verschönern und zu vervollkommnen “, um das Tägliche Üben hier einmal in andere Worte zu fassen. Bei jedem einzelnen kleinen Fortschritt soll man mit Lob nicht sparen. Das bringt dem Kind die für das Erlernen seines Instrumentes so wichtige Motivation und auch Disziplin, eine Übe-Disziplin, die ein Kind auch erst lernen muss. Die Eltern sollen ihm dabei helfen. Wenn ein Kind einmal müde oder „schlecht drauf“ ist, soll man es allerdings nicht drängen, denn das würde nur Disstress bringen und also kontraproduktiv sein.

Dies sind Grundsätze der Suzuki-Methode, die ich mir für meinen Instrumentalunterricht zu eigen gemacht habe. Suzuki war Geigenlehrer für Kinder in Japan und seine inzwischen internationale pädagogische Methode lässt sich im Grunde beim Erlernen eines jeden Instrumentes anwenden.

Suzukis pädagogisches Anliegen war es, den Instrumentalunterricht nicht nur als einen musikalischen Bildungsweg zu verstehen, sondern außerdem und in erster Linie durch die Musik einen Beitrag zu leisten, Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

 

Wesentliche Grundsätze für den Unterricht und die Anleitung beim Üben daheim:

1. Unsere Unterrichtsbücher für Klavier sind teils ausgestattet mit einer studienbegleitenden Audio-CD. Das jeweilige Stück auf der CD, das wir im Unterricht gerade einstudieren, sollte jeden Tag daheim vor dem täglichen Üben angehört werden. Dies entwickelt die musikalische Empfindsamkeit der Kinder im Hinblick auf das jeweilige Stück. Das Anhören der ganzen CD macht auch die Folgestücke schon für die kindlichen Ohren vertraut und läßt sie eine erste Klangvorstellung dieser Stücke entwickeln. Schneller Fortschritt hängt daher von diesem Zuhören ab. In der Regel macht dieses Anhören der CD den Kindern außerdem auch sehr viel Spaß.

2. Es sollte beim jeweiligen Stück zuerst die rechte Hand alleine, danach die linke Hand alleine geübt werden. Erst wenn beide Hände einzeln gut klappen, sollte mit dem Zusammenspiel der beiden Hände begonnen werden.

3. Das Hervorbringen eines schönen und beseelten Tones mit guter Anschlagtechnik sollte im Unterricht und daheim besonders betont werden.

4. Es sollte erst zu einem neuen Stück übergegangen werden, wenn die Schülerin/der Schüler das gegenwärtige Stück seinen kindlichen Möglichkeiten entsprechend auch wirklich beherrscht.

5. Wenn die Schülerin/des Schüler ein Stück A zufriedenstellend spielen kann und ein neues Stück B zu spielen bekommt, so soll A nicht fallen gelassen, sondern beide Stücke A und B zur gleichen Zeit geübt werden. Die ständige Wiederaufnahme schon bekannter Stücke, während neue Stücke hinzukommen, wird die musikalische Fähigkeit des Kindes in höherem Maße entwickeln.

6. Die Dauer der Unterrichtsstunde sollte je nach Alter der Schülerin/des Schülers seiner Konzentrationsfähigkeit angepasst sein.

7. Eltern und Lehrer sollten bestrebt sein, die Schülerin/den Schüler zu motivieren, so dass sie/er mit Freude daheim richtig übt. Da die Konzentrationsfähigkeit von kleinen Kindern noch begrenzt ist, kann das tägliche Üben auf mehrere kleine Zeitabschnitte (ca. 10 bis 15 Min.) verteilt werden.

8. Jeden Tag ca. 20 bis 30 Minuten (Minimum!) üben ist effektiver als einige Tage oder gar die ganze Woche nicht zu üben, und danach dafür vielleicht eine Stunde. Kleinere Häppchen, dafür regelmäßig, bringen den besseren Erfolg.

Interessante Texte und Links:

"Nurtured by Love: The Classical Approach to Talent Education!"
von Shinichi Suzuki

DIE SUZUKI - METHODE - Eine Philosophie der Lebenserziehung
von Evelyn Hermann (PDF*, 1.828 KB) zum freien Download/Violin u. Suzuki-Studio Tübingen

Die musikalische Erziehungsmethode Shinichi Suzukis und die moderne Gehirnforschung
von Peter Heitkämper

Die SUZUKI-Klavierbegleitung zur Violinschule:  
Violin School 1 Revised Edition. Klavier, Begleitung: 1 (Suzuki Violin School, Piano Accompaniments)l

(für schon etwas fortgeschrittene Kinder)

Kleine klassische Klavierstücke 1: Leichte Originalstücke für Anfänger
(für schon etwas fortgeschrittene Anfänger oder Wiedereinsteiger)

 

 

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